Wenn Anders sein normal ist ...

... das ist Inklusion

Projektveranstaltung in der Wohnstätte Nisterpfad in Hachenburg

Barrieren im Alltag – ein bedeutungsvolles Thema für Menschen mit Gehbehinderungen verschiedener Art, für Rollstuhlfahrer und alle, die auf die vielfältigsten Hilfsmittel zur Fortbewegung angewiesen sind. Seit Beate Heimann, examinierte Altenpflegerin aus Mündersbach, sich neben ihrer Arbeit im Nachtdienst eines Seniorenzentrums dem Studium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Koblenz widmet und darüber hinaus zwei geistig- und körperbehinderte junge Männer im Rahmen des Persönlichen Budgets betreut, hat das Thema mehr Gewicht denn je für sie erhalten. Nachdem sie sich bei Unternehmungen mit ihren Schützlingen immer wieder vor Barrieren, nicht nur baulicher Art, gestellt sah, beschloss sie, das Thema inhaltlich in ihrem Praxisprojekt am Ende des achten Studiensemesters aufzugreifen.

Jörg Schneider-Ramseger, Beate Heiman, Franz-Georg Kaiser, Ursula Strüder

Zu ihrer Veranstaltung ‚Barrierefreiheit im Sinne der UN-Behindertenkonvention‘, die sie mit Hilfe und praktischer Unterstützung von Ursula Strüder, Leiterin der ‚Ambulanten Wohnformen‘ der GFB gGmbH Hachenburg und Jörg Schneider-Ramseger, Leiter der ‚Stationären Wohnformen‘, in der Cafeteria der Wohn- und Tagesförderstätte Nisterpfad durchführte, waren rund dreißig Gäste eingeladen. Neben dem Gründer und Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft für Behindertenarbeit, Herrn Winfried W. Weber und den Leitungsverantwortlichen der Einrichtungen, fanden sich Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnstätte, Klienten des Persönlichen Budgets sowie Angehörige, Betreuer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GFB ein. Unter den Gästen wurde besonders Franz Georg Kaiser, der Beauftragte für die Belange behinderter Menschen im Westerwaldkreis, begrüßt.

Vortrag: Beate Heimann

Ausgehend von der These, dass die Beseitigung bestehender Barrieren im Einzugsbereich Westerwald den Inklusionsgedanken im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention garantiert, erläuterte Beate Heimann die Inhalte dieses Abkommens. Inklusion sei ein permanenter Prozess, so Beate Heimann, der nicht nur von der Bundesregierung vorangetrieben, sondern maßgeblich von der Gesellschaft mitgestaltet werden müsse. Inklusion geschehe nicht von selbst und nicht einseitig, sondern müsse von allen gelebt und geleistet werden. Am Ende der Veranstaltung  wurde dem Kreisbehindertenbeauftragten Franz Georg Kaiser eine zuvor zusammen mit den Anwesenden erstellte Sammlung von bestehenden Barrieren übergeben, mit dem Wunsch, eine Verbesserung für Menschen mit Beeinträchtigungen und ihre Angehörigen zu erreichen.

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